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EM Segersjö: Vier Mal Gold für deutschen Vielseitigkeitsnachwuchs

Segersjö/SWE (fn-press). Was für ein Erfolg! Die deutschen Nachwuchsvielseitigkeitsreiter kehren mit vier Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille von den Europameisterschaften im schwedischen Segersjö zurück. Sowohl die Junioren als auch die Jungen Reiter setzten sich in der Mannschaftswertung durch, daneben gab es Gold für Nane Nikolaus Dehn (Schwesing) mit Zilia D und Greta Busacker (Münster) mit Scrabble OLD.

Mit Abstand führend ging das deutsche Junioren-Team ins Springen, die dritte und letzte Teilprüfung der Europameisterschaften. Dennoch wurde es noch einmal spannend. Den Anfang fürs Team machte Sophia Rössel (Mayen/Warendorf), die im Gelände etwas Pech gehabt hatte und aufgrund einer Verweigerung an einem schmalen Heckensprung im Ranking zurückgefallen war. Ihr Auftritt endete versöhnlich, mit einer Nullrunde im Springen (Endstand 74,1 Minuspunkte, Platz 37). Kaya Thomsen (Lindewitt) machte es ihr mit Da bin C direkt nach und fügte ihrem bereits fehlerlosen Geländeritt ein ebensolches Springen hinzu. Damit rückte die Tochter von Mannschaftsolympiasieger Peter Thomsen, die nach Dressur noch Platz zehn belegt hatte, am Ende auf den Bronzerang vor (30,0). Das Nachsehen hatte in ihrem Fall jedoch Teamkollegin Viktoria Weyers aus Rhede. Die 17-Jährige hatte mit Lariostea H nach Dressur in Führung gelegen und sich die Spitzenposition dank einer schnellen Geländerunde auch erhalten. Als letzter Starterin im Parcours unterliefen ihr dort gleich zwei Abwürfe. Dies kostete sie nicht nur die Goldmedaille: Mit 30,2 Minuspunkten fiel sie um zwei Zehntel hinter Thomsen auf den vierten Platz zurück. Weyers Fehler machten auch den Weg frei für den Sieg des bis dahin zweitplatzierten Nane Nikolaus Dehn mit der von seinem Großvater gezogenen Schimmelstute Zilia D, die ursprünglich einmal unter Ingrid Klimke ihre ersten Meriten im internationalen Sport verdient hat. Zwar musste auch das Holsteiner Paar einen Abwurf hinnehmen, konnte sich jedoch dank des Vorsprungs aus Dressur und Gelände die Goldmedaille sichern (29,2). Für den 17-Jährigen war es der dritte große Erfolg in diesem Jahr nach dem Sieg beim Preis der Besten und dem Titelgewinn bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Kreuth.

Auch die beiden deutschen U18-Einzelreiter beendeten die EM in den Top Ten. Matti Garlichs aus Eckernförde, mit 14 Jahren der Jüngste im deutschen Aufgebot, hatte sich im Gelände hier und da etwas mehr Zeit gelassen, war aber ohne Fehler ins Ziel gekommen. Dank einer Nullrunde im Springen beendete er seine EM-Premiere auf dem zehnten Platz (37,3), nur einen Platz hinter Nicoletta Massmann (Bad Homburg) mit Painter’s Igor. Sie hatte nach Dressur und Gelände noch auf Bronzekurs gelegen, fiel jedoch mit zwei Abwürfen im Parcours auf Platz neun zurück (37,2).

Die Silbermedaille sowohl in der Team- als auch der Einzelwertung ging erstmals nach Spanien, die italienische Equipe sicherte sich Team-Bronze.

„Ich bin sehr stolz auf meine Reiterinnen und Reiter. Das war eine runde Teamleistung von allen, vor allem, weil ja fünf von ihnen im nächsten Jahr bei den Jungen Reiter dabei sind. Ich hoffe, das ist eine gute Motivation weiterzumachen. Und ich hoffe natürlich, nächstes Jahr wieder eine ähnlich gute Truppe zusammenzubekommen“, sagte Olympiasiegerin und Junioren-Bundestrainerin Julia Krajewski. „Gut für unseren Sport fand ich auch, dass mit den Spaniern einmal andere Flaggen vorne zu sehen waren. Auch das ist gerade für den Nachwuchsbereich eine gute Motivation.“

Doppel-Gold und Silber für die Jungen Reiter
Gold für das deutsche Team vor Irland und Italien hieß es auch bei den Jungen Reitern – auch wenn der Parcours einigen Tribut forderte. So blieb Greta Busacker als Einzige des deutschen Teams im Springen fehlerfrei (Endstand 29,3 MInuspunke). Die Tochter von Ingrid Klimke wurde für ihre Nervenstärke mit gleich zwei Goldmedaillen belohnt: in der Team- und in der Einzelwertung. Zwei Fehler unterliefen Anna Lena Schaaf. Die amtierende Deutsche U21-Meisterin aus Voerde, Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit, hatte mit ihrer Fuchsstute Fairytale nach Dressur und Gelände in Führung gelegen, mit 31,1 Minuspunkten wurde am Ende Einzelsilber daraus. Auch ihre Teamkolleginnen Alina Dibowski (Döhle) mit Barbados, die wie Schaaf am Tag zuvor eine souveräne Nullrunde im Gelände gedreht hatte, und Libussa Lübbeke (Wingst) mit Darcy F kamen nicht ungeschoren aus dem Parcours. Mit zusätzlichen 14 Strafpunkten beendete Alina Dibowski die EM auf Platz acht (43,0). Für Libussa Lübbeke, die bereits als erste Starterin im Gelände etwas Pech gehabt hatte, kamen am Ende noch vier Abwürfe im Springen dazu (Platz 26 /115,5).

Sehr gut lief es für Einzelreiterin Paula Reinstorf (Neustadt) und ihre kleine Stute Ilara W. Zwar hatte sie die EM in der Dressur nur auf Platz 20 begonnen, arbeitete sich jedoch bei ihrer EM-Premiere mit einer schnellen Geländerunde und nur einem Abwurf im Springen bis dicht an die Medaillenränge. Mit 37,0 Minuspunkten wurde sie Vierte. Der zweite deutsche Einzelreiter, Ben Philipp Knaak aus Norderstedt, landete mit Let’s Go auf Platz 15.

Das Podium bei den Jungen Reitern wurde neben der neuen Europameisterin Greta Busacker und Silbermedaillengewinnerin Anna Lena Schaaf komplettiert durch die Französin Julie Simonet mit Sursumcord'Or auf dem Bronzerang.

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