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Pferdesport in der Schule und Kita

Pferde sind hervorragende Lehrer. Sie lehren uns Verantwortung, Geduld, Ausdauer, Feingefühl und Vertrauen. Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders von ihnen fasziniert und der Umgang mit ihnen wirkt sich spürbar positiv auf die Entwicklung aus. Damit die Kinder und Jugendlichen, die heutzutage in der Schule zeitlich schon fast so eingebunden sind wie später im Arbeitsleben, trotzdem an die Pferde heran geführt werden um von ihnen und auch voneinander zu lernen, können Vereine, Betriebe, Schulen und KiTas gemeinsam Projekte entwickeln und durchführen, die das Pferd zu den Kindern und die Kinder ans Pferd bringen.

Wer sich erstmalig so einem Projekt widmet, dem stellen sich zunächst einmal viele Fragen.
Deshalb finden Sie im Folgenden einige Hilfestellungen.


Was für Projekte sind möglich?

Vom einzelnen Projekttag, über Themenwochen, bis hin zum regelmäßigen Treffen über ein ganzes Schul- bzw. KiTa-Jahr, sind die verschiedensten Formen denkbar. Je nachdem, was die Projektpartner sich vorstellen und was sich in der Konstellation realisieren lässt. Auch wie Sie das Pferdeerlebnis gestalten -  im Stall, am Boden, reitend, voltigiered, auf dem Kutschbock, sportlich oder heilpädagogisch, als AG oder im Stundenplan - orientiert sich gänzlich an den Ideen und Möglichkeiten der Beteiligten.


Wie finde ich Kooperationspartner?

Als Verein oder Betrieb bietet es sich an, Schulen oder Kindertageseinrichtungen in der näheren Umgebung gezielt anzusprechen. Die Materialien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) bieten hier zahlreiche Argumentationshilfen, die erläutern, wie das Pferd die Persönlichkeitsentwicklung fördert.
Um es den Schulen/KiTas leichter zu machen, bietet es sich an, bereits im Vorfeld zu überlegen, was Sie anbieten können und wollen und auch welche Kosten auf die Einrichtung zukämen.

Als Schule oder KiTa wenden Sie sich am besten an Vereine oder Pferdebetriebe, die Sie mit den Kindern gut erreichen können, um dort die Möglichkeiten für ein entsprechendes Projekt erfragen. In diesem Fall empfiehlt es sich, zuvor mit dem Träger der Maßnahme zu klären, welche Auflagen für das "Lernen am anderen Ort" gelten, insbesondere auch, über welche Voraussetzungen die Übungsleiter verfügen müssen und auch, welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen.


Welche Vorrausetzungen sind nötig?

Die Erwartungen und Voraussetzungen müssen für jedes Projekt individuell besprochen werden, da die Vorgaben der verschiedenen Einrichtungen und auch die Möglichkeiten in den Vereinen und Betrieben sehr unterschiedlich sind.

Wie wird das versichert?

Da es sich um eine Maßnahme der Schule bzw. KiTa handelt, sind die Kinder und Lehrkräfte über diese Einrichtung versichert. Es empfiehlt sich, dies in einer schriftlichen Vereinbarung von der Einrichtung bestätigen zu lassen, damit hier im Falle eines Falles keine Zweifel bestehen.
Pferde und Übungsleiter des Vereins oder Betriebs müssen über diesen oder privat abgesichert sein (Schulpferde- und Reitlehrerhaftpflichtversicherung). Auch dies sollte Bestandteil einer schriftlichen Vereinbarung sein.


Was kostet so etwas und wie wird es finanziert?

Die Kosten richten sich grundsätzlich nach Art und Umfang des Projektes und sind zwischen den Projektpartnern individuell auszuhandeln. Der Zeitrahmen, die Anzahl der Pferde oder Ponys sowie der Übungsleiter und Betreuer, etwaige Transport- oder auch Materialkosten sind hier wichtige Faktoren.

Wie die Kosten gedeckt werden ist ebenfalls von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Manche Einrichtungen tragen einen Teil der Kosten und legen den anderen Teil auf die Eltern um, andere tragen die Kosten komplett und wieder andere gewinnen Sponsoren für die Projekte.

»Für viele Projekte gibt es zudem die Möglichkeit Zuschüsse zu beantragen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Was muss ich noch bedenken?

Für weitere Informationen und Anregungen empfehlen wir das "FN-Handbuch Schulsport".
Gern können Sie sch aber auch mit Ihren Fragen direkt an uns wenden.