Aus- und Weiterbildung

 

 

Jahrestagung am 8.10.2011 in Seeth-Ekholt

Jahrestagung Therapeutisches Reiten

 

Zur Teilnahme an der diesjährigen Jahrestagung Therapeutisches Reiten, zu der der Fachbeirat Therapeutisches Reiten eingeladen hatte, nahmen einige der 40 Teilnehmer ungewohnten Aufwand in Kauf. Zum Thema Korrekturtipps für Therapiepferde durfte das eigene Pferd mitgebracht werden.

Tagungsort war das Gestüt Ekholt in Seeth-Ekholt. Das Gestüt ist im Besitz der Stiftung für Therapeutisches Reiten. Sandy Rathmann verwaltet die Einrichtung und hatte sich zusammen mit den Mitgliedern des Vereins Gemeinschaft für Therapeutisches Reiten e. V., der das Therapeutische Reiten auf der Anlage anbietet, viel Mühe mit der Ausrichtung gegeben.

Der Fachbeirat konnte Karin Lührs als Referentin gewinnen, die einen Ausbildungs- und Turnierstall in Neversdorf betreibt und Pferde bis zur Grand Prix-Reife ausbildet. Sie selbst ist auch Mitglied und Referentin des Vereins Xenofon, der die klassische Reitweise vertritt.

Die Referentin zeigte sich nach der Vorstellungsrunde angetan von der Vielschichtigkeit der therapeutischen Arbeit mit dem Pferd. Das Anforderungsprofil an ein Therapiepferd ist deutlich anders als an ein Sportpferd, trotzdem geht es auch in der Haltung und Ausbildung des Therapiepferdes vorrangig um die Gesunderhaltung. Das diese in erster Linie durch kompetente Fütterung und artgerechte Haltung gewährleistet wird, bedurfte keiner großen Worte.

In der Praxis wurden die Pferde dann,  eingeteilt in Gruppen zu je zwei Pferden,  unter dem Reiter vorgestellt. Karin Lührs legte sehr viel Wert auf die Grundausbildung des Pferdes nach der Skala der Ausbildung. Takt, Losgelassenheit und Anlehnung sind hier die angestrebten Ausbildungsziele, die es sowohl in der Ausbildung, als auch in der Korrekturarbeit zu erreichen gilt, damit die Muskulatur des Pferdes die Tragearbeit, die gerade beim Therapiepferd erheblich sein kann, leisten kann.

Zum Abschluss zeigte eine dreijährige Haflingerstute, die an der Hand von Karin Lührs das erste Mal an der Doppellonge ging, noch einmal die herausragenden Qualitäten eines gut ausgebildeten zukünftigen Therapiepferdes. Unbeeindruckt von der Kulisse absolvierte sie mühelos und immer voller Vertrauen ihr Programm.

 

Wiebke Wieschendorf
Landesbeauftragte ThR

rw-wieschendorf@t-online.de