Fit für’s Ehrenamt: Der Jugendleiter-Assistenten-Lehrgang 2016/17

Lernen kann richtig Spaß machen, das durften die Teilnehmer des Jugendleiter-Assistenten-Lehrgangs auch in diesem Jahr feststellen. Mit einem bunten und vielfältigen Programm wurden die 13 bis 15-jährigen Nachwuchsehrenamtler bestens darauf vorbereitet, ihr Vereinsleben aktiv mitzugestalten. 

 

Krempermoor / Rendswühren. Am Wochenende vom 02. bis zum 04. Dezember 2016 fand auf dem Reiterhof Schreiber in Krempermoor der erste Teil des Jugendleiter-Assistenten Lehrgangs statt. Die 18 Jugendlichen lernten in der Theorie alles, was sie für die Arbeit in ihrem Verein wissen müssen, denn zu den Aufgaben eines JuLas gehören neben der Unterstützung der Trainer außerdem das Mitbetreuen von Gruppen sowie das Gestalten und Organisieren von Aktivitäten in der Jugendarbeit. Das Programm war somit sehr vielseitig und reichte von dem Umgang mit Konflikten sowie Gruppenbildung- und Motivation bis hin zu den Grundlagen der Projektplanung. Hier zeigte sich, dass die angehenden JuLas bereits einige Erfahrungen in ihrem Verein sammeln konnten.


Auch der Spaß kam nicht zu kurz, denn alle Spiele, die später mit den Schülern gespielt werden sollen, wurden selbst ausprobiert. Dadurch wuchs die Gruppe schnell zusammen und es wurde trotz der Kälte viel gelacht.
Die Teilnehmer durften aber natürlich auch selbst aufs Pferd steigen, denn am Samstag und am Sonntag stand das Quadrille-Reiten auf dem Programm. Nach einer kurzen Einführung gab es die Aufgabe, sich in neuner Gruppen selbst eine Quadrille auszudenken und diese vorzuführen. Die Ergebnisse beider Gruppen konnten sich wirklich sehen lassen, sodass sich auch Gastgeberin Monika Schreiber, die selbst viele Quadrillen leitet, beeindruckt zeigte.
Mit den Ponys des Reiterhofes wurde außerdem vom Boden aus gearbeitet, denn zusätzlich stand eine Einheit zum Thema Bodenarbeit und Vormustern an. In der Reithalle wurden eine Dreiecksbahn, zahlreiche Pylonen und ein Wassergraben aufgebaut, sodass das Vormustern sowie das Fahren vom Boden kennengelernt und geübt werden konnten.


Am Sonntag neigte sich der erste Teil des Lehrgangs auch schon dem Ende zu und es hieß Abschied nehmen. Die Vorfreude auf das nächste Treffen war bei allen deutlich zu spüren, denn an diesem Wochenende konnten auch einige neue Freundschaften entstehen.


Am 04. März war es dann endlich wieder so weit: Für den zweiten Teil des Lehrgangs trafen die Teilnehmer am Samstagmorgen auf dem Hof des Reitvereins Bornhöved ein. Um motiviert in den Tag zu starten, ging es nach der Anreise und der Begrüßung direkt mit dem praktischen Teil des Lehrgangs los. Damit die Jugendlichen noch weitere Ideen für die Arbeit in ihrem Verein bekommen, standen dieses Mal Ponyspiele und Voltigieren auf dem Programm.
Bei den Ponyspielen, die draußen und ohne Sattel stattfanden, galt es unter anderem ein Stangenlabyrinth, ein Zielwerfen und einen Slalom zu bewältigen. Sowohl die Ponys als auch die Reiter hatten dabei viel Spaß und es wurde viel gelacht.


Auch bei dem Voltigieren kam der Spaß nicht zu kurz. Auf dem Holzpferd konnten die verschiedenen Übungen und das Aufspringen schon mal geübt werden und auch verschiedene Anlaufspiele probierten die Jugendlichen aus, bevor es dann aufs Pferd ging, denn eine der Teilnehmerinnen hat für den Lehrgang ihr erfahrenes Voltigierpferd „Happy“ zur Verfügung gestellt, sodass die JuLas auch auf dem Pferderücken einiges ausprobieren konnten.
Nach dem gemeinsamen Mittagsbuffet ging es dann an die Projektvorstellung, denn im Dezember erhielten die Teilnehmer die Aufgabe ein Projekt in ihrem Verein zu organisieren und durchzuführen, um das Gelernte des ersten Teils direkt in der Praxis auszuprobieren. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt und so wurden zum Beispiel verschiedene kunterbunte Faschingsreiten und ein Jugendtag im Verein organisiert. Die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen und stießen bei allen Beteiligten auf große Begeisterung. Auch ein Vereins ABC war Teil der Langzeitaufgabe. Die Jugendlichen sollten hier zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort finden, das ihren Verein beschreibt, wodurch die Vielfalt der verschiedenen Vereine sehr gut deutlich wurde.
Am Ende des Tages erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde und nach einem letzten Gruppenfoto hieß es ein weiteres Mal Abschied nehmen, denn der erfolgreiche Lehrgang neigte sich dem Ende zu.


Mit vielen neuen Erfahrungen und Inspirationen für die Arbeit in ihrem Verein ging es für die neuen Jugendleiter-Assistenten dann zurück Richtung Heimat.

 

- Katharina Gehres -