Goldener Herbst vereint Reiter und Fahrer

Noch einmal den goldenen Herbst in der Natur genießen – mit unseren Pferden! Das war der Wunsch der 25 Reiter und 4 Gespannfahrer, die der Einladung von Ute und Acki Bonacker gefolgt waren. Und der Wunsch ging in Erfüllung. Schon am frühen Morgen versprach uns ein wolkenloser Himmel einen schönen Tag. Der Sturm und Regen am Vorabend hatten es noch nicht geschafft, das Laub von den Bäumen zu reißen, so daß wir uns noch einmal an den herrlichen Herbstfarben satt sehen konnten.

 

Der gemeinsame Ritt bzw. die Fahrt ging durch den Daldorfer Wald durchs Tarbeker Moor und weiter an Tensfeld vorbei Richtung Damsdorfer Kieskuhlen. Es war erstaunlich, welch abwechslungsreiche Ausblicke sich uns boten. Ein Rudel Damwild, das direkt vor einem der Gespanne vom Hang herunter durch's wieder begrünte Kieskuhlental entfloh, machte klar, daß uns die Natur nicht allein gehört. Zum Glück erschrak sich der Knabstrupper nur ein bißchen („Ach, sind ja nur Huftiere, keine Gefahr“). Viele Isis waren dabei, die (von ihren Reitern möglicherweise gar nicht erwartete) gute Nerven bewiesen, als sie sich von den Gespannen überholen ließen. Knabstrupper, Traber, Haflinger und die Karl- May-Pferde legten ein etwas höheres Tempo vor, so daß sie vor den Reitern beim Treffpunkt für die Pause in einer ehemaligen Kieskuhle eintrafen, Dort konnten sich die Pferde in der Herbstsonne ausruhen.

 

Viele Pferde waren ordentlich verschwitzt, besonders die Isis mit dem wirklich dicken Winterpelz, den sie trotz der sehr milden Witterung der letzten Zeit natürlich schon angelegt hatten. Ein oder zwei Pferde nutzten dann auch die Gelegenheit, sich an der Hand ausgiebig zu wälzen. Und die Menschen labten sich derweil an den Stapeln von liebevoll garnierten belegten Brötchen, Kaffee und Tee und Kuchen.In dieser entspannten Atmosphäre hätten wir gerne noch länger verweilt, doch die sinkende Sonne und die jetzt doch etwas frischere Temperatur gemahnten zum Aufbruch.

 

Zurück am Ausgangspunkt bei Ute und Acki wurden natürlich zuerst die Pferde versorgt. Wer wollte konnte sein Pferd in eins von den vielen Paddocks auf der Koppel stellen, die vorsorglich vorbereitet worden waren. Und dann ging es hinein in die gute und warme Stube, wo dann bei einem hervorragenden Buffett von lauter mitgebrachten Speisen, u.a. Kürbissuppe, Gulaschsuppe, Lachsröllchen, Blätterteigpastetchen, verschieden Salaten, Kirschdessert und Kuchen etc. der wunderschöne Tag bei Kerzenlicht ausklang. Auch hier hätte man sich gerne noch länger festgesetzt, doch die dunkle Waldnacht draußen vor den Fenstern machte klar, daß es doch schon richtig Abend war. Und so machten wir uns nach und nach auf dem Heimweg, im Herzen die Erinnerung an einen Sonn-Tag mit drei Ausrufezeichen !!!



Helga Erlemann

         Fotos: Holger Hansen